Ponseti-Füße
Ponseti-Füsse
Eine Infoseite zur Klumpfußbehandlung nach Ponseti
Home > Über uns
Home
Über diese Seite
Über uns
Forum
Der Klumpfuß
Die Behandlung
Ponseti
Theorie
und Praxis
Sammelsurium
Gästebuch

Über uns

Im September 2004 kam unser jüngstes Kind Pia mit zwei Klumpfüßchen zur Welt. Weder bei meinem Mann noch bei mir kamen in der Familie Klumpfüße vor, auch die drei großen Brüder haben gesunde Füße (die sind nur fürchterlich groß, aber das ist ein anderes Kapitel…). Deshalb traf uns diese Diagnose völlig unvorbereitet und wir waren zunächst froh, dass es in unserer Nähe Kinderorthopäden gab, die sich mit der Klumpfußbehandlung auskannten. So wurde Pia zunächst vier Monate lang konventionell behandelt (wöchentliche Redressionsgipse bis 13. Woche, danach Gipsschiene) und sollte zur OP vorgestellt werden. Allerdings war ich in der Zwischenzeit auf die Informationen im Internet gestoßen und fing an, mich mit der Ponseti-Methode auseinanderzusetzen. Das führte nach reichlicher Überlegung dazu, dass wir uns dazu entschieden, die 200km Anfahrt zum nächsten Behandlungsort auf uns zu nehmen, und Pia nach Ponseti behandeln zu lassen.

Die Behandlung verlief zwar leider nicht so geradlinig, wie ich es mir gewünscht hätte, was aber nicht am Arzt sondern an den Füßen lag. Aber ich bin trotzdem froh, dass wir uns zu diesem Schritt entschieden hatten. Pias rechter Fuß war etwas schwieriger zu behandeln und brauchte eine zweite Tenotomie. Das brachte uns einige Fahrten mehr nach Stuttgart ein und auch einen zusätzlichen Monat Schiene rund um die Uhr tragen. Mittlerweile sind diese Strapazen aber Vergangenheit und Pia rennt munter durch die Gegend, als wäre nie etwas gewesen. Ihre Schiene trägt sie zu den Schlafenszeiten, wenn man sie ins Bett legt, strecken sich einem jedesmal die Füße für den "Fuß-Schlafanzug" entgegen…

Seit meinen Anfängen auf den Klumpfuß-Seiten und in den Foren dort habe ich viel über Klumpfüße und ihre Behandlung gelernt. Das Ponseti-Konzept hat mich schnell fasziniert und tut dies immer noch. Daraus entstand der Wunsch, eine Seite über dieses Konzept und die gesammelten Erfahrungen zu erstellen. Damit möchte ich Eltern im Rahmen meiner Möglichkeiten weiterhelfen und ihnen die Möglichkeit bieten, sich auszutauschen und auch ihre Erfahrungen weiterzugeben.

Ich möchte Eltern Mut machen, ihre Kinder nach Ponseti behandeln zu lassen, und zwar nach seinem lang erprobten Konzept. Meiner Überzeugung nach kann man dort nichts mehr verbessern, auch wenn es genügend Ansätze gerade zur Änderung des Schienenkonzeptes gibt. Hier fehlen jedoch die Erfahrungswerte, bzw. sind entsprechende Versuche auch von Dr. Ponseti selbst verworfen worden, da es gehäuft zu Rezidiven kam. Auch wenn es sicher nicht falsch ist, offen für Neues zu sein, lassen sich über 40 Jahre Erfolg nicht so schnell nachvollziehen. Bei Problemen mit der Schiene gibt es genug Lösungsmöglichkeiten im Rahmen des Konzepts, ohne dieses gleich komplett auf den Kopf zu stellen.

Mein Wunsch wäre es, dass man in der Klumpfußbehandlung irgendwann so weit ist, dass nur noch der geringe Anteil an idiopathischen Klumpüßen über einen größeren chirurgischen Eingriff korrigiert werden müsste, bei dem es wirklich unumgänglich ist.

Mein allergrößter Wunsch wäre es allerdings, Dr. Ponseti einmal persönlich kennenzulernen…

Ich wünsche allen betroffenen Eltern - und vor allem den Kindern! - viel Glück und alles Gute für die Behandlung der Klumpfüße.

Diana Schetelig