Ponseti-Füße
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Eine Infoseite zur Klumpfußbehandlung nach Ponseti
Der Klumpfuß
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Der Klumpfuß

Der Klumpfuß, lat. Pes equinovarus, besteht aus mehreren Komponenten:

  • Hohlfuß (cavus)
  • Abbildung Hohlfuss
  • Sichelfuß (adductus)
  • Abbildung Sichelfuß
  • Fersenvarus
  • Abbildung Fersenvarus
  • Spitzfuß (equinus)
  •  
    1, 2 und 3: Quelle: Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, 260. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin - New York, 2004; Seite 1401

    Diese Kombination der Fehlstellungen entsteht durch Verkürzungen des Sehnen- und Bandapparates des gesamten Unterschenkels und gleichzeitiger Fehlstellung der Mittelfußknochen.

    Dazu kommt die sogenannte Klumpfußwade. Die Muskulatur der Wade ist kleiner als bei einem gesunden Bein, weshalb der Unterschenkel immer dünner bleiben wird als bei einem gesunden Bein.

    Wird der Klumpfuß nicht behandelt, verfestigen sich die Strukturen in ihrer Fehlstellung. Durch die falsche Belastung werden die Knochen in ihrer Fehlstellung mehr und mehr geschädigt. Das hat zur Folge, dass nicht nur der Fuß deformiert ist, sondern der gesamte Bewegungsapparat durch Fehlbelastungen geschädigt wird. Ein Mensch mit unbehandeltem Klumpfuß kann sich also nicht nur schwer fortbewegen, sondern wird durch Folgeschäden wie z.B. Arthrose in seiner gesamten Beweglichkeit eingeschränkt und hat eine deutlich verminderte Lebensqualität.

    Da die Behandlung eines Klumpfußes heutzutage kein großes Problem mehr darstellt, sollte man diese früh einleiten, damit ein Kind zum Laufbeginn funktionsfähige Füße hat und alle Bewegungsabläufe korrekt erlernen kann.

    Sollte man Zweifel an der Diagnose eines Arztes haben (es kommt vor, dass Klumpfüße nicht als solche erkannt werden), ist es angebracht, sich eine zweite Meinung einzuholen. Auf keinen Fall sollte man sich mit Aussagen wie "das wächst sich aus" zufrieden geben, wenn man einen gegenteiligen Eindruck hat. Je später die Behandlung eines Klumpfußes begonnen wird, desto schwieriger gestaltet sie sich.