Als Rezidiv wird die Rückkehr einer oder mehrerer Klumpfußkomponenten bezeichnet. Bei guter Compliance der Eltern bei der Schienenbehandlung ist das in ca. 6% der Füße der Fall. Bei Noncompliance steigt die Rate auf ca. 80%!
Kommt es zu einem Rezidiv, so wird zunächst vorgegangen, wie bei der primären Behandlung. Es werden Redressionsgipse angelegt, bis der Fuß wieder in 70° Außenrotation steht. Wenn notwendig, wird auch die Achillessehne erneut verlängert.
Bei Rezidivneigung und damit verbundener zu starker Aktivität des Tibialis-Anterior-Muskels (Fußheber) wird bei Kindern, die älter als 2 1/2 Jahre alt sind, die Tibialis-Anterior-Sehne verlegt (Sehnentransfer). Diese Operation ist vergleichsweise klein und wesentlich weniger invasiv als eine übliche Klumpfuß-Op. Es werden keine Gelenke mit einbezogen oder knöcherne Veränderungen vorgenommen.