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Die Gipsbehandlung
Bei der Behandlung nach Ponseti wird der Klumpfuß zunächst mit einer Serie von Gipsen korrigiert. Dabei wird er vorsichtig aus seiner Stellung in eine stark nach außen rotierte Stellung gebracht.
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Jedem Gips geht eine sanfte Manipulation des Fußes (Redression) voran, bei der der Fuß jedes Mal ein Stück weiter nach außen rotiert wird.
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| Die einzelnen Komponenten werden ineinandergreifend korrigiert. Nur der Spitzfuß wird bis zum Schluss belassen und muß in den meisten Fällen durch einen kleinen, nicht invasiven operativen Eingriff verlängert werden. |
| Die Redression des Fußens |
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Bei der Redression wird zunächst die Hohlfußkomponente ausgeglichen. Der erste Gips sieht seltsam aus, da die Füße nach unten zeigen und immer noch mit der Fußsohle zueinander stehen (Supinationsstellung). Das ist aber sehr wichtig, da sich sonst die Knochen nicht in ihre korrekte Stellung bewegen können. Wird der Fußaußenrand nach oben gedrückt (proniert), blockieren sich Knochen gegenseitig und die Korrektur kann nicht erfolgen.
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 Ein unkorrigierter Klumpfuß |
 Der 1. Gips |
 Nach dem 1. Gips |
 Der 2. Gips |
 Nach dem 2. Gips |
 Der 3. Gips
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 Nach dem 3. Gips |
 Der 4. Gips, in diesem Fall der letzte vor der Tenotomie |
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Bei jeder folgenden Behandlung wird der Fuß weiter nach außen rotiert, die Knochen werden in ihre korrekte Stellung gebracht und die verkürzten Bänder und Sehnen schonend gedehnt. Nach ca. 5 bis 7 Gipsen ist die vollständige Korrektur meist erfolgt und der Fuß um 70° nach außen rotiert.
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So stark ist muss der Fuß im letzten Gips nach außen gedreht sein. |
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Jetzt zeigt sich, ob die Achillessehne verlängert werden muß. Das geschieht üblicherweise durch eine perkutane Achillo-Tenotomie, das heißt, die Achillessehne wird durch die Haut hindurch durchtrennt. Diese kann unter örtlicher Betäubung erfolgen, manche Kliniken führen den Eingriff auch unter Vollnarkose durch. Nach der Tenotomie wird ein weiterer Gips für 3 Wochen angelegt. In dieser Zeit wächst die Sehne wieder in der richtigen Länge zusammen und regeniert sich vollständig.
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In schwierigeren Fällen kann es einige Redressionen mehr erfordern, dann stellt sich auch heraus, ob der Fuß durch die Redression korrigierbar ist oder evtl. doch operiert werden muß. Das ist aber in höchstens 5 bis 10% der Füße der Fall. Wenn der Fuß nach der Gipsbehandlung vollständig behandelt ist, folgt die Schienenbehandlung.
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Bildquelle: Dr. O. Eberhardt/Stuttgart
Literaturverzeichnis:
Ignacio V. Ponseti
"Congenital Clubfoot: Fundamentals of Treatment"
1996, Oxford Press |
| April 2006
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